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Der “aktivste” Krater der Welt.

Plintsberg panorama

Der September-Abend ist warm. Die letzten orangeroten Sonnenstrahlen sind noch am Horizont zu sehen. Esdauert nicht mehr lange bis es kühler wird und das Licht in eine kompakte Herbstdunkelheit übergeht. In der Tierwelt wird es langsam ruhig, die Tiere warten auf das schützende Dunkel und die damit verbundene Nachtruhe. Kurz bevor der schmale rote Strich am Horizont ganz verschwindet, sieht es auf mysteriöse Art kurz danach aus, als ob die Zeit still stünde und es wieder heller werden würde. Auch die Tiere werden wieder wachsam. Das Licht nimmt an Helligkeit zu, aber es kommt nicht von der untergehenden Sonne im Westen, sondern von gegenüber - vom Osten. Die Landschaft ist nun ganz hell.
Es sind die letzten Minuten bevor es durch die annähernde Katastrophe dunkel wird. Anstatt dass die Tiere die Flucht ergreifen, starren sie an den Himmel, als ob sie wüssten, dass es kein Entrinnen gibt. Ein gigantischer, lautloser Feuerball wird gleich die Erde treffen. Es dauert nur ein paar Sekunden von dem Augenblick an, wo die Tiere den Meteoren von 2,5 km Durchmesser sehen können. Er schlägt mit einer unvorstellbarer Kraft ein. Alles Lebende wird im Bruchteil einer Sekunde vernichtet. Die Druckwellen gehen viele Male rund um die ganze Erde. Durch die Kraft dieses Einschlages wird innerhalb von zwei Minuten eine Bergkette gebildet. 30.000 Kubikkilometer Steine, Sand und Erde werden aufgewirbelt und in die Atmosphäre geschleudert.
Am Morgen danach kann man die Sonne nicht mehr sehen. Die dicke Staubwolke macht es unmöglich irgend etwas zu erkennen. Es wird sehr schnell kalt in ganz Europa und viele Tierarten sterben aus. Nachdem sich der Staub gelegt hat, kann man den Krater sehen.

Auf Grund seiner enormen Grösse, 75 km Durchmesser, ist er nicht, wie andere Krater, wie eine Schüssel, sondern wie ein Ring geformt. Durch den unvorstellbaren Druck erhöht sich der Boden in der Mitte des Kraters und wird fast so hoch wie die Kraterkanten. Zwischen der Erhöhung in der Mitte und den Kanten bildet sich eine Senke, die von hoher Höhe aussieht wie ein Ring.
 

Heute, 360 Millionen Jahre und mehrere Eiszeiten später, können wir immer noch die Zeichen von einer der grössten Naturkatastrophen der Erde im Gebiet rund um den Siljansee sehen.

Aus dem Chaos entstand eine Formation. Der Siljansee ist ein Teil der Senke zwischen der Kraterkante und des Plateaus in der Mitte. Die sanft gerundeten Berge, die die Gegend umschliessen, geben ein Gefühl von Geborgenheit. Viele Menschen meinen, dass das Gebiet um den Siljansee die schönste Gegend Schwedens sei - Dank seiner einzigartigen Natur. Die ganze Provinz befindet sich im Krater.

Heutzutage fährt man Slalom von den Kraterkanten und spielt Golf auf dem Mittenplateau. Zu den seichten Stränden der Kraterseen kommen viele Menschen von Nah und Fern. Die Umschliessung der Berge wirkt positiv auf Tradition und Kultur ein. Das Gebiet rund um den Siljansee wird oft als der Mittelpunkt der Schwedischen Kultur genannt. So - wenn du den wahrscheinlich aktivsten Krater der Welt erleben möchtest - brauchst du nur deine Koffer zu packen....

Fakten: Der Siljansring
Grösse: Einer der grössten Meteoreinschläge der Welt - der Grösste in Europa. Durchmesser: 75 km.
Form: Ringgeformter Krater mit einem ringgeformten Plateau in der Mitte.
Durchmesser des Meteors: 2,5 km
Geschwindigkeit des Meteoren beim Einschlag: 15 km pro Sekunde. Energie die beim Einschlag freigelegt wurde: entspricht Ca. 500 Atombomben.
Tiefe: vom Kraterrand bis zum Boden der Seen: über 400 m.

! Der obenstehende Text ist eine Dramatisierung, Wir können nur ahnen wie der Einschlag geschah. Für mehr Information empfehlen wir ein Besuch im „Siljansnäs Naturum” oder im „Kulturhaus in Rättvik” wo man die ständigen, umfangreichen Ausstellungen des Meteorein-schlages studieren kann.